Die Zukunft des Berliner Radverkehrs

Begrüßung zur bürgeroffenen Gesprächsrunde

Das Stadtteilzentrum „Kompass“ am Kummerower Ring 42 war der Ort einer interessanten Veranstaltung. Die SPD Marzahn-Hellersdorf lud zu einer Gesprächsrunde zum Thema „Zukunft des Berliner Radverkehrs“ ein. Der Kreisvorsitzende Stefan Komoß moderierte die Versammlung. Vielen Dank an Jan Lehmann, der die Vorbereitungen getroffen hatte und durch die gute Organisation zum Erfolg der Veranstaltung entscheidend beigetragen hat. Im Präsidium hatten Herr Vosberg vom ADFC und Herr Specht vom ADAC Platz genommen. Die ebenfalls eingeladenen Vertreter der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Vertreter der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin waren leider ohne vorherige Absage nicht erschienen. Stefan Komoß eröffnete die Veranstaltung und nannte die wichtigsten Punkte. Dazu gehörten die Sicherheit, der Ausbau von Fahrradwegen und die Probleme der anderen Verkehrsteilnehmer.

Als Erster begann Herr Vosberg sein Statement. Er äußerte sich zum Volksentscheid und zum Ausräumen von Diskrepanzen (Verengung der Fußgängerwege bei Verbreiterung von Radwegen). Er betonte, dass es nicht darum gehen sollte, Politik gegen Autos zu machen.

Danach sprach Herr Specht vom ADAC. Er unterstrich eine Symbiose zwischen Rad- und Autoverkehr. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sichere Verkehrswege haben, auch die Kraftfahrzeuge.

Fragestunde

Nach den Äußerungen der Spezialisten wurde die „Fragestunde“ eröffnet. Die erste Frage stellte Ulrich Brettin, zum geplanten Fahrradschnellweg auf der B1. Bei der Mehrzahl der Fahrrad-Sympathisanten unter den anwesenden Gästen löste diese Frage bereits lautstarken Protest aus. Auch unsere Genossin, Christiane Uhlich, fragte nach den Gefahren, die durch immer schneller werdende E-Bikes entstehen können. Diese Tatsache wurde vom Vertreter des ADFC, Herrn Vosberg, etwas bagatellisiert. Es gäbe auch schnelle Radfahrer. Interessant war, dass elektrische Räder nur eine um ca. 2 km/h schnellere Durchschnittsgeschwindkeit aufweisen im Vergleich mit herkömmlichen Rädern.

Viele Fragen wurden im weiteren Verlauf der Veranstaltung gestellt. Da ging es um das Kopfsteinpflaster, die ÖPNV-Fahrradmitnahme, Fahrradstellplätze und vieles mehr. Der ADFC-Vertreter forderte zum Schluss noch eine Neuaufteilung des Parkraums. Eine interessante, von der SPD Marzahn-Hellersdorf organisierte, Veranstaltung fand gegen 20:00 Uhr ihr Ende. Diese für die Anwohner und Marzahn-Hellersdorfer Bürger öffentliche Veranstaltung soll der Beginn einer Reihe sein, zu dem die SPD alle Interessierten einlädt. (Ulrich Brettin)