Sven Kohlmeier: Internetkriminalität wächst rasant

Sven KohlmeierDie Kriminalität im Internet nimmt rasant zu. Dies geht aus einer Antwort des Senats auf eine gemeinsame schriftliche Anfrage der rechtspolitischen Sprecher von SPD (Sven Kohlmeier), Grüne (Benedikt Lux) und Linke (Sebastian Schlüsselburg) hervor. Von 2012 bis 2017 stieg die Zahl der erfassten Fälle um rund 28 Prozent. Besonders ins Auge sticht hier der Anstieg von Waren- und Warenkreditbetrug. Wurden 2012 insgesamt 9259 dieser Straftaten erfasst, waren es im letzten Jahr bereits 17708. Dies entspricht einer Zunahme von 91,3 Prozent.

Beim Warenkreditbetrug bestellt der Täter Waren mit dem Vorsatz, diese nach Erhalt nicht zu bezahlen. Die Betrüger machen es sich dabei häufig zunutze, dass im Online-Handel teilweise schon die Angabe eines Geburtsdatums und eines Namens ausreicht, um gegen Rechnung zu bestellen. Mobiltelefone, Schuhe und andere Dinge werden dann im Namen von ahnungslosen Dritten bestellt und eine falsche Lieferadresse zugestellt. Die Betroffenen haben davon keine Ahnung – bis sie teure Inkasso-Mahnungen erhalten.

Beim Warenbetrug hingegen verspricht der Täter die Lieferung einer Ware, die er dann meist gar nicht erbringt. Ziel ist es, das Geld des Käufers zu erlangen. Die Mittel dafür sind häufig sogenannte „Fake-Shops“ im Internet, die mit absoluten Schnäppchenpreisen nach Opfern suchen.

In einer gemeinsamen Erklärung bezeichnen die rechtspolitischen Sprecher der Koalition, Sven Kohlmeier, Sebastian Schlüsselburg und Benedikt Lux den starken Anstieg des Warenbetrugs im Internet als besorgniserregend. Sie wollen ihn zum Thema im Rechtsausschuss machen und mit der Staatsanwaltschaft und dem LKA beraten, wie diesem Trend entgegengewirkt werden könne. Die Verbraucher müssten geschützt werden.

Die vollständige Anfrage mit Antwort des Senats ist hier zu finden.