Je Schüler*in ein mobiles Endgerät!

Berlin, 22.05.2020 – Die SPD Marzahn-Hellersdorf fordert, dass jede Schülerin und jeder Schüler in Berlin ein mobiles Endgerät für den Unterricht und zu Hause kostenfrei bereitgestellt bekommt.

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass nur dann mit dem Fernunterricht mitgehalten werden kann, wenn zu Hause die technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. In vielen Haushalten ist das nicht der Fall.

Die Bildungsungerechtigkeit zeigt hier vielmehr ihr wahres Gesicht.

Die Pandemiesituation bestätigt, dass Berlin und Deutschland jetzt die Chance ergreifen müssen, um das Bildungssystem zu digitalisieren. Die Voraussetzungen dafür sind mit dem Digital-Pakt geschaffen. Fast alle Schulverlage bieten interaktive Lehr- und Lerninhalte an. Die regionalen Fortbildungszentren bauen derzeit ihr Angebot für Lehrkräfte auf digitale Inhalte aus.

Für das Land Berlin bedeutet dies, dass rund 270.000 Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 3 mit mobilen Endgeräten ausgestattet werden müssen. Hinzu kommen noch Geräte für Lehrkräfte. Die Standardisierung der Geräte und der Software auf den Geräten ist enorm wichtig, um einerseits sozialen Ungleichheiten vorzubeugen und andererseits den technischen Support effektiver zu gestalten.

„Unsere Forderung, je Schülerin ein mobiles Endgerät zur Verfügung zu stellen, muss schnellstmöglich umgesetzt werden, damit unsere Schüler*innen nicht weiter benachteiligt sind. Viele von ihnen können die Hausaufgaben im Fernunterricht nur über Umwege erreichen, weil ihnen schlichtweg ein mobiles Endgerät fehlt. Smartphones sind keine Alternative. Bei einer Familie mit zwei bis drei schulpflichtigen Kindern und Homeoffice-Tätigkeit der Eltern ergibt sich eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Unsere Forderung schafft eine bildungsgerechte Zukunft für unsere Schüler*innen“, so Jan Hofmann, Co-Vorsitzender des Arbeitskreises für Bildung (AfB) der SPD Marzahn-Hellersdorf.