Unter dieser Losung lud der Deutsche Gewerkschaftsbund zu einem Wahlforum in das Evangelische Gemeindezentrum Nord ein. Dort mussten die Kandidatinnen und Kandidaten für das Abgeordnetenhaus von Berlin Fragen zur sozialen Gerechtigkeit beantworten. Die SPD wurde von Ulrich Brettin vertreten, der als langjähriger Gewerkschafter und ehemaliger Betriebsrat durchaus die notwendige Kompetenz zu diesem Thema hatte. Die Moderation wurde wechselseitig von Dagmar Pötsch und Gerd Boddin übernommen. Nach der Vorstellung
„wofür kandidiere ich ?” konnten sich die Kandidatinnen und Kandidaten äußern. Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger konnten dann Fragen stellen und machten davon rege Gebrauch. Eine Vielzahl von sozialpolitischen Themen wurde angesprochen. Die Palette umfasste nicht nur die Probleme des Arbeitsmarktes. Dazu gehörten Leih- und Zeitarbeit, Minijobs und der Mangel von sozialabgabepflichtigen Arbeitsplätzen. Eine anwesende Bürgerin berichtete von ihrer privaten Situation. Als alleinerziehende Mutter arbeitet sie als Vollbeschäftigte in einer Reinigungsfirma. Trotzdem muss sie ergänzende Sozialleistungen (Aufstocker) in Anspruch nehmen.